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Antrag: Entgelt-Rahmentarifvertrag

Antragsteller: Ortsfrauenausschuss Völklingen

Die Frauenkonferenz der IG Metall, Verwaltungsstelle Völklingen möge beschließen:

Die IG Metall-Tarifkommissionen werden aufgefordert, auf die gleichberechtigte Umsetzung des Entgelt-Rahmentarifvertrages zwischen Mann und Frau hinzuwirken.

Wir fordern die Tarifkommissionen auf darauf hin zu wirken, dass bei der Umsetzung in den einzelnen Betrieben, vor der Einführung des Entgelt-Rahmentarifvertrages, eine Analyse zur Eingruppierung, getrennt nach den Ge-schlechtern vorzunehmen ist, als auch eine Analyse sämtlicher im Betrieb vorkommender Belastungsarten.

Bei den Belastungen ist sicher zu stellen, dass die Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben für neue, andere frauenspezifische Belastungsarten sensibilisiert werden.

Begründung:

Nach wie vor werden Frauen beim Entgelt diskriminiert. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist in den Betrieben der Metall- und Elektroindustrie noch nicht umgesetzt.

So beträgt der Abstand in der Metallverarbeitung im gewerblichen Bereich ca. 20 % und im Bereich der Tätigkeiten von Angestellten sogar 30 %. Diese Zahlen machen die Entgelt-Diskriminierung von Frauen deutlich. Hierzu bietet der neue Entgelt-Rahmentarifvertrag eine Chance, die bestehenden Ungleichbehandlungen auf der einen Seite zwischen Arbeiter/innen und Angestellten, aber auch zwischen Männern und Frauen, zu beseitigen.

Die bestehenden Probleme können aber nur beseitigt werden, wenn unsere Kolleginnen und Kollegen zuvor durch Schulungs-Material und Schulungs-Veranstaltungen in die Lage versetzt werden, solche mittelbaren Diskriminierungen von Frauen zu erkennen und befähigt werden, sie im eigenen Betrieb zu beseitigen. Die bestehenden Ungleichbehandlungen werden insbesondere bei der Eingruppierung deutlich, können aber auch durch bestehende Leistungssysteme auftreten. Nach dem Abschluss des Entgelt-Rahmenabkommens in Thüringen und dem derzeitigen Verhandlungsstand in der Mittelgruppe wird es notwendig sein, in den Betrieben eine Betriebsvereinbarung zum Thema "Belastungen" abzuschließen.

Gerade für diesen Prozess müssen unsere Kolleginnen und Kollegen befähigt werden, zum einen sämtliche Belastungsarten in Betrieben, ob nun frauen- oder männerspezifisch zu erkennen, und auf der anderen Seite diese auch im Rahmen eines Entgelt-Systems zu bewerten. Aus diesen Gründen ist eine vorherige genaueste Analyse der Belastungsarten im Betrieb unerlässlich.

 

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Samba Balaawa
Initiative: Respekt - kein Platz für Rassismus
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