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Delegiertenversammlung mit Bezirksleiter Armin Schild

Am 23.06.2005 nahm der Bezirksleiter Armin Schild an der Delegiertenversammlung der IG Metall Völklingen teil. Schild, der seit Januar diesen Jahres den Bezirk Frankfurt leitet, hatte am Vormittag  Gespräche im Ford-Werk Saarlouis geführt und im Anschluss an der Ortsvorstandsitzung der Verwaltungsstelle teilgenommen.

Im Rahmen des Geschäftsberichtes von Robert Hiry konnten sich die Delegierten und der Bezirksleiter davon überzeugen, dass die bei der IG Metall in Völklingen stabile Verhältnisse herrschen. Der Arbeitsplatzabbau in vielen Bereichen der Industrie ist auch im unserer Region zu beobachten. Trotzdem konnte die IG Metall Völklingen ihren Mitgliederstand nahezu halten. Gleichzeitig steigt der Organisationsgrad in den Betrieben kontinuierlich an. "Die Menschen in unserer Region haben erkannt: Ohne eine starke IG Metall und ohne starke Betriebsräte kann man heutzutage in der Arbeitswelt nicht mehr bestehen!", so Robert Hiry in seinem Bericht. Er wies auf den Fall MCE Malberg hin, wo Arbeitgeber es über Jahre geschafft haben, Mitbestimmung zu verhindern. Die Zeche zahlen jetzt die Arbeitnehmer.

Armin Schild skizzierte in seinem Referat anhand der Schwerpunkte Betriebspolitik, Tarifpolitik und Gesellschaftspolitik die politische Ausrichtung der IG Metall und des Bezirks Frankfurt. Er stellte die tarifpolitischen Erfolge der IG Metall heraus, wies aber gleichzeitig darauf hin, dass Tarifpolitik nicht alles leisten könne. 

Viele tarifpolitische Erfolge könnten beispielsweise durch eine falsche Steuer- und Abgabenpolitik zunichte gemacht werden. So sind beispielsweise die die Realeinkommen der Arbeitnehmer in Deutschland stagnierend bzw. real sinkend, obwohl die Tarifeinkommen in den letzten Jahren kontinuierlich stiegen. Armin Schild warb dafür, sich als Gewerkschafter nicht auf das Tätigkeitsfeld Betrieb zu beschränken, sondern auch gesellschaftspolitische Verantwortung zu übernehmen und die Forderungen der Arbeitnehmer in die politischen Parteien hinein zu tragen.

Gleichzeitig forderte er eine stärkere europäische Vernetzung der Gewerkschaften, um dem Unterbietungskampf um die niedrigsten Löhne und die schlechtesten Sozialstandards Einhalt zu gebieten und gerade in international operierenden Konzernen eine stärke Abstimmung in den Entscheidungsprozessen sicherzustellen. Schild warb dafür, gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern aus anderen Ländern für Mindeststandards im Bereich der Arbeitnehmerrechte und der sozialen Sicherheit einzutreten.

Einen breiten Raum nahm in der Delegiertenversammlung auch die Debatte um die Positionierung der Gewerkschaften bei der vermutlich im Herbst stattfindenden Bundestagswahl ein.

Große Einigkeit herrschte darüber, dass die Gewerkschaften klare Anforderungen  an die Politik aus Sicht der Arbeitnehmer formulieren müssen. Alle Delegierten war klar: Die Konzepte von CDU/CSU und vor allem der FDP sind ein Generalangriff auf die Rechte der Arbeitnehmer, Betriebsräte und Gewerkschaften. Sie zielen auf einen Abbau der Mitbestimmungsrechte und eine Aushöhlung des Flächentarifvertrags hin. Gleichzeitig bietet die SPD mit ihrer Programmatik der Agenda 2010 keine Alternative für Arbeitnehmer.

Für die bevorstehende Stahl-Tarifrunde ist die IG Metall im Saarland - dank der hohen Organisationsgrad in den Stahlbetrieben - nach Ansicht des Bezirksleiters gut gerüstet. Die Arbeitgeber hatten unmittelbar nach dem Abschluss in NRW klar gestellt, dass eine Übertragung auf das Saarland unverantwortlich sei. Armin Schild wies daher darauf hin, dass ein Tarifabschluss daher vermutlich nicht am Verhandlungstisch erzielt werden könne und forderte die anwesenden Mitglieder, Vertrauensleute und Betriebsräte auf, Druck in den Betrieben zu erzeugen. Nur so können die Arbeitgeber zu einem Abschluss in zumindest gleicher Höhe wie in NRW bewegt werden.

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