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Feuer und Flamme für 8 Prozent

Unter dem Motto "Feuer und Flamme für 8 Prozent!" hat die IG Metall am 7. November 2008 die Mitarbeiter der Nachtschicht in 8 Betrieben zum Warnstreik aufgerufen.

Punkt 24.00 Uhr standen bei den Ford-Werken in Saarlouis und den Betrieben im angrenzenden Industriepark die Bänder. Alle waren dem Warnstreikaufruf der IG Metall gefolgt. Auch bei Nemak in Dillingen und bei Drahtcord in Merzig legten die Mitarbeiter die Arbeit nieder und kamen zur zentralen Kundgebung auf dem Saarlouiser Röderberg. Zum dritten Mal in dieser Woche traf man sich dort, um Druck auf die Arbeitgeber zu machen und endlich ein verhandlungsfähiges Angebot zu erzwingen.

Angeführt von einer Samba-Gruppe und Feuerspuckern zogen die Warnstreikenden in zwei Demonstrationszügen vor das Werkstor.

Der 1. Bevollmächtigte Robert Hiry bedankte sich bei allen Betrieben die sich in dieser Woche an den Aktionen beteiligt haben. "Es war die massivste Warnstreikwelle, die es im Saarland jemals gegeben hat. Bundesweit haben sich in den letzten Tagen mehr als ein halbe Million Menschen in über 2.500 Betrieben an den Arbeitsniederlegungen beteiligt. Das ist ein deutliches Signal an die Arbeitgeber: Wir sind kampfbereit und werden nächste Woche die Urabstimmung beim Vorstand der IG Metall beantragen, sollten sich die Arbeitgeber in der entscheidenden Verhandlungsrunde am 11. November nicht bewegen!"

Millionen sind stärker als Millionäre

Markus Thal, stellv. Betriebsratsvorsitzender Ford Saarlouis

Auch der stellvertretendende Betriebsratsvorsitzende der Ford-Werke, Markus Thal ließ keinen Zweifel, das die Beschäftigten des Automobilherstellers zum Arbeitskampf bereits sind, falls die Arbeitgeber sie dazu zwingen. Hierzu haben sich die IG Metall-Vertrauensleute bereits in einer Abstimmung im Rahmen einer Vertrauensleute-Vollversammlung am 27. Oktober einstimmig ausgesprochen.

Unter großem Beifall rief er den Warnstreikenden zu "Die Arbeitgeber müssen sich in den nächsten Tagen und Wochen warm anziehen - und dass nicht nur witterungsbedingt. Sie werden dann eins merken: Millionen sind stärker als Millionäre!"

Auch Michael Scherer, Betriebsratsvorsitzender bei Stadco in Saarlouis forderte die Arbeitgeber auf, sich endlich zu bewegen. Eine Erhöhung der Entgelte um 8 Prozent sei mehr als gerecht und auch bezahlbar. "Wenn man sich die Leistung der Beschäftigten in den Betrieben anschaut, dann ist 8 Prozent eigentlich noch zu wenig!"

 

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