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Jugendkonferenz 2008: IG Metall-Jugend fordert mehr Ausbildungsplätze im Saarland

Saarländische Landesregierung im bildungspolitischen Blindflug.

Auf ihrer Jugendkonferenz in der Dillinger Stadthalle forderte die IG Metall Verwaltungsstelle Völklingen am 4. Dezember 2008 vor über 120 betrieblichen Delegierten mehr Ausbildungsplätze im Saarland ein.

Im Jahr 2009 wird sowohl die neunjährigen als auch erstmals die achtjährigen Gymnasiumsabsolventen auf den Studien- und Ausbildungsplatzmarkt strömen. Dies führt zu einem deutlich höheren Bedarf sowohl an Studienplätzen, als auch an Ausbildungsplätzen. Insgesamt werden rund 3400 Absolventinnen und Absolventen der gymnasialen Oberstufe (G9) und weitere 2800 über das Abitur nach acht Jahren (G8) vor der Berufs- und Studienwahl stehen. Es ist daher zu erwarten, dass deutlich mehr als 600 zusätzliche Bewerber von den Gymnasien auf den Ausbildungsmarkt strömen werden. Diese zusätzlichen Bewerber werden dafür sorgen, dass es einen Verdrängungswettbewerb für Haupt- und Realschüler in manchen Betrieben geben könnte. Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz der Jugendlichen mit  Durchschnittsbildungsstand werden somit  erheblich sinken. Verstärkt wird diese Problematik noch durch die derzeit herrschende Finanz- und Wirtschaftskrise. Diese Krise wird aller Voraussicht nach dazu führen, dass im Ausbildungsjahr 2009 noch weniger ausgebildet wird als heute. 

Zusätzliche Bewerber durch G8: Landesregierung ohne Konzept 

Die Antworten der saarländischen Landesregierung auf dieses Problem sind unzureichend, so Lars Desgranges, Gewerkschaftssekretär der IG Metall in Völklingen. Statistisch gesehen beginnen rund 20 Prozent aller Gymnasiasten eine betriebliche Erstausbildung. Aus diesem Grund rechnet sogar unsere saarländische Landesregierung mit 600 zusätzlichen Bewerberinnen und Bewerbern. Woher die 600 zusätzlichen Ausbildungsstellen jedoch kommen sollen bleibt fraglich. Nichts zu tun und auf die Wirtschaft zu hoffen sei zwar der einfachere Weg, aber unser Anspruch ist es, dass eine Landesregierung handelt bevor das Kind im Brunnen liegt. Agieren statt reagieren, das erwartet die IG Metall Jugend von der Politik. So leichtfertig könne man nicht mit den Lebenschancen junger Menschen umgehen, die Landesregierung befindet sich im Bildungspolitischen Blindflug, so Guido Lesch, zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Verwaltungsstelle Völklingen.   

Neuwahlen

Im Anschluß an die Debatten stand der Geschäftsbericht des Jugendausschusses und die Wahl des neuen Ortsjugendausschuss-Vorsitzenden auf der Tagesordnung. Paolino Montalto-Monella von den Ford Werken wurde wieder einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Montalto-Monella ist seit November 2006 bereits Vorsitzender des Ortsjugendausschusses Völklingen. Ebenfalls wurden die neuen Mitglieder des Ortsjugendausschusses (OJA) durch die Delegierten bestätigt.

Der neugewählte Ortsjugendausschuss

Demnach setzt sich der OJA aus den Betrieben Dillinger Hütte, Ford Saarlouis, Saarstahl Völklingen, FLSmidth Koch MVT Wadgassen, Nemak Dillingen, Braun & Schirm Körprich, Stahlwerk Bous, Acument Beckingen, Dillinger Fabrik gelochter Bleche, Johnson Controls Headliner Überherrn, Homanit Losheim, Bartz Werke Dillingen, Zentgraf Merzig und der Firma Dürr Assembly aus Püttlingen zusammen.

 

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