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Jugendkonferenz 2010 der IG Metall Völklingen:

IG Metall Jugend fordert ein Ende der Leiharbeit und eine Rückkehr zum "Normalarbeitsverhältnis"

Am 1. Dezember 2010 fand in der Dillinger Stadthalle die Jugendkonferenz der IG Metall Völklingen statt. Weit über hundert junge Delegierte waren aus den umliegenden Betrieben der Metall- und Elektroindustrie, der Stahlindustrie, der Textil- und Bekleidungs- sowie der Holz- und Kunststoffindustrie gekommen, um ihre Forderungen nach besseren Beschäftigungsperspektiven für junge Menschen an die Öffentlichkeit zu bringen.

Einer der Hauptthemenpunkte ist bei den jungen Metallern die Abkehr vom "Normalarbeitsverhältnis" hin zu befristeten Arbeitsverträgen oder gar Leiharbeit. "Gerade die junge Generation ist von den Folgen prekärer Beschäftigung häufig betroffen", so Lars Desgranges, Gewerkschaftssekretär der IG Metall in Völklingen.

Junge Beschäftigte finden sich oft in befristeten Arbeitsverträgen wieder. Eine direkte Festanstellung z. B. nach der Ausbildung ist heute eher die Ausnahme statt die Regel. Auch die jüngsten Erfolgsmeldungen der Bundesagentur für Arbeit müssen kritisch bewertet werden. Noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik waren so viele Menschen in Leiharbeit und im Niedriglohnbereich beschäftigt. Oftmals müsse hier der Staat noch eine ordentliche Schippe aufs Entgelt packen, damit diese Menschen überhaupt über die Runden kommen können.

In einer Podiumsdiskussion wurde auch über die Einstellungspolitik der Betriebe diskutiert. In vielen Betrieben ist die Ausbildungsbereitschaft gegenüber den Vorjahren deutlich gesunken. Darüber hinaus wurde berichtet, dass die Einstellungspolitik mancher Betriebe inzwischen eine reine Bestenauslese geworden ist.

"Haupt- und Realschüler hätten heute deutlich schlechtere Karten als noch vor 10 Jahren", so Kai Buchmann, Jugend- und Auszubildendenvertreter bei den Ford Werken. Stefan Ahr, Betriebsratsvorsitzender bei Saarstahl und Stefan Krutten, Ausbilder bei der Dillinger Hütte, bestätigen jedoch, dass auch mit Haupt- und Realschülern gute Ausbildungsabschlüsse erreicht worden sind. Die Bestenauslese bläst in Anbetracht eines vor der Tür stehenden Fachkräftemangels, in Folge des demographischen Wandels ins falsche Horn. Daniel Spengler, Vorsitzender des Ortsjugendausschusses: "Wenn wir morgen Fachkräfte wollen, müssen wir diese heute und in ausreichender Zahl ausbilden. Viele Betriebe haben das noch nicht erkannt und denken scheinbar nur von Bilanzjahr zu Bilanzjahr."

Im Anschluss an die Debatten wurden die Mitglieder des neuen Ortsjugendausschusses (OJA) der Verwaltungsstelle Völklingen bestätigt. Demnach setzt sich das Gremium im nächsten Jahr aus Vertretern der Betriebe Ford Saarlouis, Dillinger Hütte, Saarstahl Völklingen, Nemak Dillingen, Acument Beckingen, Wadgassen, Braun & Schirm Körprich, Bartz Werke Dillingen, Dürr Püttlingen, Homanit Losheim, Drahtcord Merzig und der Dillinger Fabrik gelochter Bleche zusammen.

 

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