TARIFRUNDE METALL- UND ELEKTROINDUSTRIE

2550 Warnstreikende sowie Solidarunterstützer aus den umliegenden Betrieben bei Ford Saarlouis

  • 09.11.2022
  • News, Tarifrunde ME 2022

Zum 28. Oktober 2022 endete die Friedenspflicht in der Metall- und Elektroindustrie. Nachdem es die Arbeitgeber und ihre Verbände versäumt haben bis zu diesem Zeitpunkt ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen, greift die IG Metall gezwungenermaßen zum Instrument der Warnstreiks. In den vergangenen Tagen haben bereits bundesweit über 200.000 Kolleginnen und Kollegen an Warnstreikaktivitäten der IG Metall teilgenommen.

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Und so war es auch am 09. November 2022 bei Ford Saarlouis soweit. 
2550 Kolleginnen und Kollegen der Frühschicht folgten dem Warnstreikaufruf der IG Metall.

Nach diesem Warnstreik werden wir in dieser Woche noch eine große Schippe drauflegen. Wir werden unsere Warnstreikaktivitäten ausweiten. So werden nun auch die Kolleginnen und Kollegen der der Zuliefererbetriebe Magna, Rhenus LMS, Benteler und Tenneco sowie die Firmen Nemak und Nedschroef in Fraulautern und Beckingen in zeitlich befristete Warnstreiks eintreten und zeigen, dass es den Beschäftigten mit der Forderung einer Entgelterhöhung um 8 % ernst ist. Insgesamt werden wir alleine in dieser Woche zu 16 Warnstreiks aufrufen“, so Lars Desgranges, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Völklingen.

Der von der Arbeitgeberseite benannte Vorschlag, diesen Tarifkonflikt mittels einer Einmalzahlung in Höhe von 3.000 €, auf eine Laufzeit von 30 Monaten zu beenden, stößt bei den Beschäftigten im Betrieb auf Empörung. „Einerseits sind sich die Beschäftigten des Effektes einer Einmalzahlung bewusst, da keine dauerhafte Entgeltsteigerung damit verbunden ist, andererseits entspricht eine Erhöhung von (umgerechnet) 100 € (brutto) monatlich nicht den Vorstellungen der Beschäftigten.“, erläutert Ralf Cavelius, 2. Bevollmächtigter der IG Metall Völklingen weiter.

Der Betriebsratsvorsitzende bei Ford in Saarlouis, Markus Thal rief den Kolleginnen und Kollegen zu: „Wir werden uns unter dem Vorwand der Krise nicht einfach so abspeisen lassen. In den letzten zwei Jahren haben viele die Krise genutzt um sich weiter an den arbeitenden Menschen zu bereichern. Das dürfen wir in Zukunft nicht mehr zulassen.

Neben der tarifpolitischen Auseinandersetzung haben die Beschäftigten der Ford Werke Saarlouis die Gelegenheit genutzt, um ein Signal in der betrieblichen Auseinandersetzung um eine Zukunftsperspektive symbolisch darzustellen. Zum Abschluss der Kundgebung haben sich die Beschäftigten in eine Menschenkette schützend vor den Betrieb gestellt und klar zum Ausdruck gebracht, dass sie ihre Arbeitsplätze nicht kampflos aufgeben werden.

Wir danken allen die sich solidarisch an dem Warnstreik beteiligt haben.

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