04.05.2026 | Unter dem Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“ haben am Tag der Arbeit 2026 mehrere Tausend Menschen in Saarbrücken ein deutliches Zeichen für den Erhalt von Arbeitsplätzen, einen starken Sozialstaat und gute Arbeitsbedingungen gesetzt. Auch die IG Metall Völklingen beteiligte sich sichtbar und engagiert an der Demonstration und der anschließenden Kundgebung.
Der Demonstrationszug startete am Vormittag am Tbilisser Platz und führte durch die Saarbrücker Innenstadt zum Schlossplatz. Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen aus den Betrieben der Region waren gemeinsam mit ihren Familien, anderen Gewerkschaften und Unterstützenden auf der Straße. Transparente, Fahnen und Sprechchöre machten deutlich, dass die Beschäftigten nicht bereit sind, die Folgen wirtschaftlicher Unsicherheit und unternehmerischer Fehlentscheidungen alleine zu tragen.
An der Kundgebung vor dem Saarbrücker Schloss nahmen rund 4.500 Menschen teil. In den Redebeiträgen wurde deutlich gemacht, dass Investitionen in den Standort Deutschland, Zukunftssicherheit für Industriearbeitsplätze und Respekt gegenüber den Beschäftigten zentrale Voraussetzungen für eine soziale und wirtschaftlich stabile Entwicklung sind.
Der stellvertretende Bezirksvorsitzende des DGB Rheinland Pfalz/Saarland, Timo Ahr, kritisierte die derzeit geführte Debatte über eine angeblich fehlende Arbeitsmoral. Es sei nicht akzeptabel, Beschäftigte pauschal als unmotiviert oder unproduktiv darzustellen. Wer täglich unter hohem Druck arbeite, habe Anspruch auf Wertschätzung, gute Arbeitsbedingungen und sichere Perspektiven.
Aus Sicht der IG Metall hat der 1. Mai erneut gezeigt, wie wichtig Solidarität und gemeinsames Handeln sind. In Zeiten von Transformation, Strukturwandel und wirtschaftlichen Herausforderungen braucht es klare politische und unternehmerische Entscheidungen für Beschäftigungssicherung, Qualifizierung und Mitbestimmung. Verantwortung darf nicht einseitig auf die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer abgewälzt werden.
Im Anschluss an die Kundgebung bot das Familienfest Gelegenheit zum Austausch und zur Begegnung. In entspannter Atmosphäre wurde deutlich: Der 1. Mai ist nicht nur ein Kampftag, sondern auch Ausdruck von Zusammenhalt und gemeinsamer Stärke.