15.01.2026 | Unter dem Motto „Vorbild Österreich? Ein solidarisches Rentensystem für alle?“ haben wir bei unserer Sozialstaatsoffensive über die Zukunft der gesetzlichen Rente diskutiert. Klar wurde: Die Rente ist nicht gescheitert – sie wird politisch schlechtgeredet.
In seinem Grußwort machte Lars Desgranges, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Völklingen, deutlich: „Eine stabile Rente hängt nicht vom Abbau sozialer Sicherung ab, sondern von guten Löhnen, sicheren Arbeitsplätzen, hoher Produktivität und einer solidarischen Finanzierung.“
Hartmut Becker, Sprecher des Seniorenarbeitskreises der Geschäftsstelle Völklingen, ergänzte: „Ein starker Sozialstaat kann Umbrüche abfedern und Sicherheit im Wandel geben. Er kann Chancen eröffnen. Und er kann das Leben von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern besser machen. Jung und Alt dürfen hier nicht gegeneinander ausgespielt werden.“
Im Mittelpunkt stand eine klare Botschaft: Die gesetzliche Rente ist kein Auslaufmodell – sie wird kaputtgeredet. Die immer wieder beschworene „Alternativlosigkeit“ von Rentenkürzungen, höherem Rentenalter und privater Vorsorge hält einer sachlichen Prüfung nicht stand.
Modelle wie in Österreich zeigen, dass ein Rentensystem für alle Erwerbstätigen – inklusive Selbstständiger und Beamter – gerecht ist und funktioniert.
Die lebhafte Diskussion zeigte: Viele Menschen wollen keine weitere Privatisierung sozialer Risiken, sondern einen handlungsfähigen Staat, der soziale Sicherheit garantiert. Genau dafür steht die IG Metall – und genau dafür gehen wir in die Offensive.
Die IG Metall steht für einen handlungsfähigen Sozialstaat und eine gesetzliche Rente, die den Menschen Sicherheit im Alter gibt – statt weiterer Privatisierung sozialer Risiken.
Mehr soziale Sicherheit. Eine starke gesetzliche Rente. Ein Sozialstaat, der schützt.
Weil das jetzt zählt.