Zukunft für das Saarland

4.000 Menschen fordern Zukunft für Ford Standort Saarlouis

  • 15.09.2021
  • News, Ford Saarlouis

Unter dem Motto „Zukunft für das Saarland“ fand am 14.09.2021 auf dem großen Markt in Saarlouis ein Aktionstag der IG Metall zur Zukunftsdebatte um das Saarlouiser Ford Werk statt.

Die Vertrauensleute der IG Metall haben bereits in den letzten Wochen mit einer Vielzahl von Informationsständen für Beteiligung am Aktionstag geworben, um ein wegweisendes Zeichen Richtung Köln und Detroit an die Unternehmensführung zu senden.

Seit langem kämpft der IG Metall Betriebsrat im Werk um ein Zukunftsprodukt für den Saarlouiser Standort, dessen einziges Fahrzeug, der Focus, im Sommer 2025 auslaufen soll.
Ohne Nachfolgeprodukt gehen am Standort die Lichter aus, dies wollen Betriebsrat, IG Metall und Belegschaft mit Unterstützung der Politik und der Bevölkerung verhindern, so Lars Desgranges, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Völklingen.

Lars Desgranges ging in seiner Rede auf die Wichtigkeit des Standorts Ford Saarlouis für das Saarland ein. Die wirtschaftlichen Folgen würden weit über die Automobilindustrie hinaus spürbar sein. Handwerker, Handel, Gastronomie nahezu alle Branchen wären betroffen, wenn einer der größten Industriebetriebe sich verabschieden würde.
Zudem hätten viele Saarländer Ford im Blut, an nahezu jeder Ecke treffe man auf den Ford Focus, den Kuga oder den Fiesta. Das Saarland steht zu Ford, jetzt muss Ford auch zum Saarland stehen“.

Markus Thal, Betriebsratsvorsitzender des Werkes, verdeutlicht, dass die Belegschaft bereits in Vorleistung getreten ist um das Werk fit für die Zukunft zu machen. So habe man beim vorzeitigen Aus für den Ford C-Max und dem Wegfall der Nachtschicht mitgearbeitet um den Turn Around zu schaffen. Zukunftsfertigung wurde versprochen, aber gekommen ist bislang nichts. „Die Uhr tickt, wir erwarten, dass das Management seine Versprechen einhält.“ So Thal. „Yes we can“ ruft er den Teilnehmenden zu. „Wir können wettbewerbsfähige Elektroautos in Saarlouis bauen“.

Nach den Reden von Lars Desgranges und Markus Thal wurde eine von den Vertrauensleuten organisierten Luftballonaktion unter großem Beifall durchgeführt.

Martin Henning, Gesamtbetriebsratsvorsitzender Ford Werke GmbH, befeuerte die Solidarität zum Saarlouiser Standort. „Saarlouis hat eine Zukunft verdient, dafür werde man sich auch auf Konzernebene vehement einsetzen“.

Auch politisch werden die Ford Beschäftigten von oberster politischer Führung unterstützt. Sowohl Heiko Maas - Bundesminister des Auswärtigen Amts – als auch Peter Altmaier - Bundesminister für Wirtschaft und Energie - sprachen zu den Teilnehmern und sagten zu, sich weiter für den Erhalt des Werkes zu engagieren und auf höchster Ebene Gespräche zu führen. „Made in Germany sei das beste Qualitätssiegel, dass sich Ford für seine Zukunft geben könne“, so die Minister.

“Dies war ein erster Aufschlag, gut, dass ihr alle gekommen seid. Wir sind dank unserer Stärke am Standort, bei Ford und im Zuliefererpark jederzeit in der Lage nachzulegen. Es ist gut zu wissen, dass wir Saarländer hier zusammenstehen, kampflos geben wir unseren Ford Standort nicht auf“, so Cavelius.

Die IG Metall dankt allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
Solidarisch ist man nicht alleine, dafür sind wir gemeinsam stark!

 

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