Tarifrunde Metall- und Elektroindustrie

Wir müssen den Druck erhöhen: Warnstreiks der IG Metall im Großraum von Dillingen

  • 25.03.2021
  • News, Tarifrunde ME 2020/21, Presse

Seit mehr als drei Wochen ist die tarifliche Friedenspflicht in der Metall- und Elektroindustrie abgelaufen. „Noch immer gibt es von Seiten der Arbeitgeber kein ernstzunehmendes Angebot, das zu einer Lösung des Tarifkonfliktes beitragen könnte“, so Lars Desgranges, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Völklingen. Der Schwerpunkt der Warnstreiks trifft nun den Großraum um Dillingen. Neben der Firma Nemak werden auch Nedschroef Fraulautern und Nedschroef Beckingen in die Warnstreiks mit einbezogen. Zudem wird die Gewerkschaft auch die Betriebe DF Lochbleche, die Bartz Werke, MHA Zentgraf und die Firma Dürr zur Arbeitsniederlegung aufrufen.

Die IG Metall fordert für die bundesweit knapp 4 Millionen Beschäftigten der Branche:

  •  Die Verbesserung des Tarifvertrages Beschäftigtensicherung durch Modelle der Arbeitszeitabsenkung mit Teilentgeltausgleich.
  •  Einen tariflichen Rahmen für betriebliche Zukunftstarifverträge.
  •  Ein Volumen von 4 Prozent zur Stärkung der Einkommen bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Dieses Volumen soll auch für Maßnahmen zur Beschäftigungssicherung, wie etwa einen Teilentgeltausgleich bei Arbeitszeitabsenkungen, zur Verfügung stehen.

„Die Arbeitgeber müssen jetzt spüren, dass die IG Metall trotz der Corona-bedingten Einschränkungen mit kreativen neuen Warnstreikmethoden vollumfänglich handlungsfähig ist“, so Desgranges.

„Diese Kreativität führt uns jetzt nicht in Massen vor die Werktore, sondern es wird nach der Arbeitsniederlegung ein „Drive-In-Auto-Voting“ am Dillinger Lokschuppen geben. Hier werden die Warnstreikenden nochmals ihre Bereitschaft für die berechtigten Tarifforderungen symbolisch in Form einer PKW-Abstimmung zum Ausdruck bringen“, so Ralf Cavelius, 2. Bevollmächtigter der IG Metall.

Lars Desgranges: „Sicher wäre uns ein standesgemäßer Warnstreik mit Menschenmassen und Redebeiträgen lieber, aber am Ende kommt es darauf an, wirtschaftlichen Druck in den Betrieben mit dem Entzug der Arbeitskraft zu erzeugen. Dass wir das auch in Pandemiezeiten als IG Metall können, haben inzwischen mehr als 750.000 Warnstreikende deutlich gemacht.“

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